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19. Landesmeisterschaften Sachsen

Die 19. Landesmeisterschaften des nichtkommerziellen Films fanden am 08. März im Filmtheater Schauburg in Dresden statt. Von den 29 zu den Vorausscheiden eingereichten Filmen waren 20 Wettbewerbsbeiträge auf der Leinwand zu sehen. Nach jedem Filmblock hatte die vierköpfige Fachjury das Wort und gab zu jedem Film eine kurze Einschätzung ab. Unser Film erhielt von der Jury jeweils zweimal die Note „sehr gut“ und „gut“.


Kritiken zu „Das Diktat der Bilder“:
Günter Heidrich
Filmamateur seit 1979. Erfahrener Super-8-Filmer. Ist bis heute dem Zelluloidfilm treu geblieben. Besitzer eines kleinen Heimkinos.

„Kommen wir zu Film Nr. 18 'Das Diktat der Bilder' und ich möchte ein bisschen abschweifen. Wir sind hier im Fritz-Lang Saal und mich hat der Film zum Teil – ich weiß nicht, ob es beabsichtigt war von den Autoren oder ob es Zufall ist – an Fritz Langs 'Metropolis' erinnert. Dort war es nicht die Macht der Bilder, sondern die Macht der Maschinen, die sich verselbstständigt hatte. Ich fand den Film sehr sehr gut gemacht, auch mit den Zwischentexten. Die Bilder waren verfälscht, verfremdet zum Teil und die ganze Geschichte sehr prägnant aufgebaut. Also mir hat der Film wirklich sehr zugesagt. Ich gebe die Note 1.“

 

Dr. Erdmute Trappmann
Absolventin der Ingenieurschule für Filmtechnik, Fachrichtung „Filmschnitt“, Tätigkeit als Redakteurin.

„Ja also hier haben wir einen Stummfilm vorgeführt bekommen - interessantes Experiment. Allerdings scheint mir das Problem, was dargestellt werden sollte, nämlich das Diktat der Medien, in Wirklichkeit etwas subtiler zu sein und dieser Rückgriff auf die Terrorgewalt scheint mir eher unter dem heutigen Diktat der heutigen Medien entsprungen zu sein. Also da hätte ich vielleicht noch ein bisschen Arbeit dran empfohlen. Das ist ein bisschen Klischee mit diesen Terror und Bomben usw. Die Sache ist subtiler, also der komm ich mit Terror und Bomben nicht richtig bei. Aber zu loben ist, sich überhaupt dieses Thema vorgenommen und so mutig experimentell umgesetzt zu haben. Ich gebe dem Film eine 2.“


Frank Eckert
Absolvent der Filmhochschule Postdam-Babelsberg. Leiter des Amateurfilm-Studios „Stativ“ der TU Dresden. Kamera und Regie beim „mdr“ Leipzig.

„Das Anliegen fand ich sehr brisant und auch sehr wichtig, dass das dargestellt wurde. Die filmischen Mittel waren interessant ausgewählt, auch dieser Rückgriff auf den Stummfilm. Ich empfand die Texterklärungen zu lang. Der Stummfilm ist mit kürzeren ausgekommen, also das heißt, dass die Bilder doch nicht immer so wirksam waren, wenn man dann erklären muss, was eigentlich passiert. Ich fand die technische Umsetzung sehr gut und mutig und einfach dem Thema adäquat. Ich gebe dem Film eine 2.“


Burkhard Schmidtke
Filmamateur seit 1989, leitet den Video- und Filmverband Sachsen seit 12 Jahren, dreht vorwiegend auf 16mm Film.

„Ich habe mir den Film sehr gerne angesehen. Er hat mir im Prinzip die Antwort auf eine Frage gegeben, ob es heute noch möglich ist Stummfilme zu drehen. Und dieser Film hat mir im Prinzip die Antwort darauf gegeben, ja es ist möglich. Dass es an vielen kleinen Stellen dann vielleicht noch etwas zu verbessern gäbe, dass man die filmischen Mittel hier und da besser durchhalten könnte oder das vielleicht auch die Drehorte hier und da einfach besser zu wählen wären, da kann ich bei allen elektronischen Effekten nicht in einer Kleinstadt drehen. Aber trotzdem muss ich sagen, ich finde den Film gelungen, denn er schafft zumindest eins, nämlich dass man darüber nachdenkt und dass man darüber spricht. Und ich habe, wirklich dass muss ich dazu sagen, ich habe die meisten Filme schon auf den vorlaufenden Wettbewerben gesehen und ich habe mich über keinen Film mit anderen Leuten so intensiv und so gern unterhalten, wie über diesen. Und dass ist schonmal ein Erfolg und deshalb gebe ich dem Film eine 1.“

Auszeichnungen:

- Silbermedaille
- Anerkennung für Regie
- Qualifikation für das Bundesfilmfestival in Waiblingen